Ein Kampf mit mir selbst
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Morgens

Der Tag sollte perfekt sein. Erst zu einem spannenden Vortrag zu einem Thema der Physik (ja, ich mag Physik) und dann mit einer meiner besten Freundinnen Sport machen.

Der Wecker klingelte um 7. Noch schlafen.

Halb 8 stand ich auf. Kein Hunger. Kaffee.

Laptop an und facebook checken. (Heute muss ich wirklich anfangen für die Klausur nächste Woche zu lernen).

Höre wie meine Mutter aufsteht. Sie trampelt durchs Haus. Dieser Lärm!
Gehe in die Küche, um ihr einen guten Morgen zu wünschen. Keine Antwort.

Plötzlich werde ich angemotzt. Weiß den Grund gerade nicht mehr. Ich motze zurück und werde angebrüllt, wie ich in diesem Ton reden könne. Ich entschuldige mich und gehe schnell in mein Zimmer.
Ein-zwei-drei-vier, mehrere Schläge gegen meine Schläfen. Mir wird schlecht und schwindelig. Aber ich habe keine Tränen. Noch ein paar Schläge gegen meinen linken Oberarm, der bereits voller blauer Flecke ist.

Ich gehe wieder hoch und mache mir ein Toast. Irgendetwas muss ich essen, sonst knurrt mein Magen zu laut.
Ich würge das Brot herunter und suche meine Sportsachen. Finde sie nicht und suche weiter. Nach einer halben Stunde Suche in mein Zimmer. Schläge gegen den Kopf und zerren an meinen Haaren.
Finde schließlich mein Sportzeug in meinem Schrank.
Meine Freundin M. kommt und ich tue so als wäre ich gut gelaunt.
Ab und zu schaue ich auf mein Smartphone. Hat mein Freund mir vielleicht geschrieben? Nein.
Nach der Physikveranstaltung im Schwimmbad, den Kopf frei bekommen.

Dort werde ich gefragt, woher die blauen Flecken sind. "Kennst mich doch, bin tollpatschig." Hatte vergessen, dass man sie sieht, wenn ich einen Badeanzug trage.
Etwas besser gelaunt nach Hause, in die Küche. Mutter steht heulend vor mir und motzt mich an, wieso sie das Arschloch für alles ist. Ich versuche sie zu beruhigen, aber das klappt nicht, bekomme noch mehr geschimpft.

Gehe in mein Zimmer. Harte Schläge gegen meine Wange, mir wird schwarz vor Augen. Dann weitere Schläge an mein Schlüsselbein.
Ich helfe ihr eine Kiste in ihr Auto zu tragen und frage, ob ich sonst was tun kann.

Gehe in mein Zimmer und möchte schlafen Bald habe ich meine erste Therapiestunde, ich hoffe sie hilft mir weiter. Seit Mitte Januar wird es jeden Tag schlimmer.
7.2.15 13:50
 
Letzte Einträge: Immernoch Lärm, Scheiß Drecksarbeit, Manche Menschen sind einfach toll , Halbmarathon: ich komme!


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Rika (8.2.15 08:43)
Wow, ich kann zwar nicht nachvollziehen, wie es dir geht, aber meine Schwester hat das gleiche durch gemacht. Ich hoffe, dass es für dich einen anderen Ausweg gibt, als für sie.
Über bipolare Störungen sollte sich wirklich keiner lustig machen. Ich wünsche dir viel Kraft und Energie auf deinem weiteren Weg.
Lässt du uns auch an den Fortschritten deiner Therapie teilhaben?


Narada (8.2.15 20:53)
Zu viele Leute verstehen leider nicht, dass eine bipolare Störung nichts mit ADHS zu tun hat, sondern eine vererbbare Krankheit ist, die tödlich enden kann.
Menschen, wie ich und deine Schwester können nicht mit unseren Freunden/ Familie darüber reden in der Angst eine Last zu sein.
Mit meinem Blog versuche ich zu zeigen, dass man irgendwie anders darüber reden muss. Und es ist wirklich schön mal einen zivilisierten Kommentar zu lesen.

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